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Die klassische Massage ist eine mit der Hand ausgeführte lokale, mechanische, adäquat dosierte Therapie der Muskulatur und Körperdecke zu Heilzwecken.
Schon im Jahre 2700 v.Chr. beschrieb der Chinese Kong Fu die erste Massagehandgriffe. Dank Hippokrates (460-377 v.Chr.) gelang die Massage nach Europa. Paracelsus (1493-1541) hatte mit dieser Technik grosse Erfolge.
Die heutigen 5 wesentlichen Massagegriffe hat der Berliner Orthopäde Hoffa eingeführt und in einem Lehrbuch zusammengestellt (anfangs 1900).
Abbildung: Ausstreichungen -
Abbildung: Knetungen -
Abbildung: Klopfungen -
Wirkung der klassischen Massage: Am Gefässsystem (Vasodilatation, verbesserter Rückstrom, Permeabilitätssteigerung). An der quergestreiften Muskulatur (Tonusregulierung, Analgesie, Stoffwechselverbesserung...) Allgemeine Wirkung (Einfluss auf Dermatome, konsensuelle Reaktion, psychisch....)
Erkrankung der Muskulatur, des Bindegewebes, der Gelenke, der Wirbelsäule, der Gefässe, des vegetativen Nervensystems, der inneren Organe / Steigerung der allgemeinen Leistungsfähigkeit und des Stoffwechsels / Psychosomatik.
Entzündliche Prozesse / Thrombosen / Fieberhafte Erkrankungen / Herzinsuffizienz / Lokale Tumore / Hauterkrankungen
Ganzmassage (15-25 Minuten) / Teilmassage (12-15 Minuten). Dosierung: So stark wie nötig.
Entspannte Atmosphäre, gute Lagerung, Wärme, richtiges Oel. Beginn mit Ausstreichungen, Knetungen, Walkungen, fliessende Übergänge, gezielte Griffauswahl. Enden mit Ausstreichungen.
BGM ist eine spezielle Massagetechnik, die mit Zugreizen am subkutanen Bindegewebe ansetzt. Über den kuti-viszeralen (Haut-Organ) Reflexbogen werden dabei nervös-reflektorische Reaktionen auf die dazugehörigen Organe, auf den Bewegungsapparat und auf die Haut ausgelöst.
Sie sind tastbar durch erhöhte Spannung und verminderte Verschieblichkeit und Schmerzhaftigkeit, und sie sind sichtbar durch Einziehungen.
Die therapeutische Bedeutung der BGM besteht in der Möglichkeit, Einfluss auf vegetative Regulationsmechanismen zu nehmen. Sie bewirkt eine Tonusnormalisierung des Bindegewebes, der inneren Organe, der Muskulatur, Nerven und Gefässe.
Die Behandlungsdauer beträgt 10-30 Minuten. Die Patienten sitzen aufrecht. Ihre Füsse sind unterstützt auf einem weissen Leintuch (oder weisssen Socken). Die Zubehandelnden müssen warm haben.
Spüren eines Schneidgefühles im Behandlungsbereich. Nur dieses Schneidgefühl bewirkt die gewünschte Reaktion im vegetativen Nervensystem. Hautreaktionen in Form von scharf begrenzten roten Strichen oder Quaddel. Je stärker die Spannung desto heftiger und länger anhaltend ist die Reaktion.
Druckgefühl / Jucken / Kopfschmerzen / Muskelzucken / Atemnot oder Herzklopfen.
Der amerikanische Arzt William Fitzgerald (1872-1942) hat als Erster die therapeutische Arbeit an den Füssen dokumentiert. Hanne Marquart hat die Therapie grundlegend beeinflusst und populär gemacht. Zwischen den Reflexzonen und den betreffenden Organen bestehen weder eine nervliche Verbindung noch Meridiane. Die Therapie ist im klinischen Sinne verifizierbar. Man spricht von einer Formenanalogie zwischen Mensch und Fuss. Die Erfahrung hat die Zusammenhänge bestätigt und die Reflexzonen werden präziser erkannt und die Zeichnungen werden laufend adaptiert und differenziert. Die Therapie regt die körpereigene Regenerationskraft an. Mit einer speziellen Grifftechnik werden die Reflexzonen des Fussgewebes behandelt.
Der Patient liegt entspannt und in bequemer Kleidung unter einer wärmenden Decke. Der zubehandelnde Fuss wird entblösst. Es wird nach dem Körperzonenraster nach Fitzgerald ein Befund erhoben.
Die Behandlung dauert 20-25 Minuten, 2-3x wöchentlich.Eine Serie besteht aus 6-12 Sitzungen. Die Zonen können tonisierend oder sedierend behandelt werden. (Variation in Tempo und Griff).
Funktionelle Organbeschwerden / Ischialgie / Fehlhaltungen
Akute Entzündungen / Psychosen / Risikoschwangerschaften / Erkrankungen des Fusses (Sudeck, Rheuma in Fussgelenken...)
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